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Was dieser Blog ist

Dieser Blog erzählt die Geschichte des „Drachenlords“ (bürgerlich Rainer Winkler) in Ich-Form. Die Ereignisse beruhen auf öffentlich dokumentierten Fakten: Presseberichten, Gerichtsurteilen, behördlichen Aussagen und dem Wikipedia-Artikel „Drachenlord“. Wo Gefühle oder Deutungen hinzukommen, ist das ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Dieser Blog ist kein Ersatz für die Berichterstattung, die über mich gemacht wurde – er ist die fehlende andere Hälfte.

Zeitleiste

  1. 1989 Geburt am 2. August 1989 in Neustadt an der Aisch. Aufgewachsen im Ortsteil Altschauerberg der Gemeinde Emskirchen (Mittelfranken). Legasthenie, Förderschule, jahrelange Mobbing-Erfahrungen in der Schule.
  2. 2011 Nach Zeitarbeit und verschiedenen Jobs: Ende 2011 Wechsel ins Internet. 10. August 2011: YouTube-Kanal angelegt. 11. August 2011: erstes Video (Headbanging). Daraus werden Metal-Videos und Let's Plays.
  3. 2014 Erste ernsthafte Konflikte mit Hatern. Februar 2014: Winkler veröffentlicht in einem Video seine eigene Adresse – die Eskalation nimmt Fahrt auf. Ende 2014: Angekündigtes Radio-Z-Interview; über 1.000 Mails und Drohanrufe beim Sender; das Interview wird nicht gesendet.
  4. 2015 Juli: Erster in Deutschland bekannt gewordener Swatting-Fall, der vor Gericht endet: Falscher Notruf, Großeinsatz an Winklers Haus. 2017 wird der 24-jährige Verursacher zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
  5. 2016 Doku „Drachenlord vs. Hater“ vom Y-Kollektiv (2,6 Millionen Aufrufe). Die Community nannte sich „Haiders“, die Aktion „Drachengame“.
  6. 2018 „Schanzenfest“ in Emskirchen: Versammlungsverbot für 18.–21. August; am 20. August kommen rund 800 Leute, etwa 300 Platzverweise. 20. Oktober: Zweiter Versuch wird mit massivem Polizeiaufgebot verhindert. Im selben Jahr 45-minütige Doku im Ersten (2,6 Millionen Aufrufe).
  7. 2019 Die Bayerische Landeszentrale für Medien und Kommunikation stuft den YouNow-Livestream als Rundfunksendeanalogie ein; der Stream wird unterbunden. März 2019: Nach dem Anschlag in Utrecht benennt ein türkischer TV-Sender Winkler fälschlich als Täter.
  8. 2021 21. Oktober: Das Amtsgericht Neustadt an der Aisch verurteilt Winkler wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, übler Nachrede und Sachbeschädigung zu zwei Jahren. Oktober: Nach dem Anschlag in Kongsberg verbreiten Hater den Namen „Rainer Winklarson“; 50 Medien berichten. Winkler verkauft seine Immobilie an die Gemeinde Emskirchen.
  9. 2022 Februar: Auszug aus Altschauerberg. 23. März: Berufung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth – ein Jahr auf Bewahrung plus Geldstrafe; in zwei Körperverletzungs-Fällen freigesprochen. Mai: Revision der Staatsanwaltschaft wird zurückgelegt; falscher Notruf in einem Nürnberger Hotel. März: Abriss des Elternhauses unter Polizeischutz. August: YouTube löscht den Kanal (elf Jahre). Im Herbst: Podcast „Cui Bono: Wer hat Angst vorm Drachenlord?“ (Khesrau Behroz), Spiegel-Interview „Die sadistische Jagd auf den Drachenlord“, Reportagereihe „Endlevel Hass“ (Julia Ruhnau).
  10. 2023 Theodor-Wolff-Preis für „Endlevel Hass“. 24. März: Im SZ-Interview „Mein Wunsch wäre ein normales Leben“. Januar: Die „Bild“ widerruft ein gefälschtes Winkler-Interview.
  11. 2024 „Meddl Loide“ in einem offiziellen BKA-Video. August: Fälschungs-CDU-Wahlplakate in Sachsen („Er hat die Stärke, die es braucht“). Im Vogtland (Plauen) versammeln sich bis zu 35 Hater an seiner Unterkunft.
  12. 2025 Die FDP verwendet Audio aus dem Mammut-Video in einem TikTok-Wahlspot. August: „Schanzenfest“ erneut – bis zu 4.000 Personen an den Ortsgrenzen, Verletzte und Festnahmen. September: Die Gemeinde lässt die verbliebenen Gebäude auf dem ehemaligen Grundstück abreißen.
  13. 2026 August: Der nächste Schanzenfest-Versuch wird von der Polizei verhindert. Ende August: Dieser Blog beginnt.

Quellen

Bildnachweise

Hinweis

Die Ich-Passagen stammen aus der Perspektive des Pseudonyms „Drachenlord“. Sachverhalte sind den oben genannten Quellen entnommen; emotionale Formulierungen und Wertungen sind persönliche Deutungen und keine dokumentierten Aussagen. Dieser Blog ist ein privates, journalistisch-anekdotisches Projekt. Er ersetzt keine Recherche – er ist eine davon.