Über diesen Blog
Über mich
Aktualisiert: 24. Oktober 2026
Was dieser Blog ist
Dieser Blog erzählt die Geschichte des „Drachenlords“ (bürgerlich Rainer Winkler) in Ich-Form. Die Ereignisse beruhen auf öffentlich dokumentierten Fakten: Presseberichten, Gerichtsurteilen, behördlichen Aussagen und dem Wikipedia-Artikel „Drachenlord“. Wo Gefühle oder Deutungen hinzukommen, ist das ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Dieser Blog ist kein Ersatz für die Berichterstattung, die über mich gemacht wurde – er ist die fehlende andere Hälfte.
Zeitleiste
- 1989 Geburt am 2. August 1989 in Neustadt an der Aisch. Aufgewachsen im Ortsteil Altschauerberg der Gemeinde Emskirchen (Mittelfranken). Legasthenie, Förderschule, jahrelange Mobbing-Erfahrungen in der Schule.
- 2011 Nach Zeitarbeit und verschiedenen Jobs: Ende 2011 Wechsel ins Internet. 10. August 2011: YouTube-Kanal angelegt. 11. August 2011: erstes Video (Headbanging). Daraus werden Metal-Videos und Let's Plays.
- 2014 Erste ernsthafte Konflikte mit Hatern. Februar 2014: Winkler veröffentlicht in einem Video seine eigene Adresse – die Eskalation nimmt Fahrt auf. Ende 2014: Angekündigtes Radio-Z-Interview; über 1.000 Mails und Drohanrufe beim Sender; das Interview wird nicht gesendet.
- 2015 Juli: Erster in Deutschland bekannt gewordener Swatting-Fall, der vor Gericht endet: Falscher Notruf, Großeinsatz an Winklers Haus. 2017 wird der 24-jährige Verursacher zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
- 2016 Doku „Drachenlord vs. Hater“ vom Y-Kollektiv (2,6 Millionen Aufrufe). Die Community nannte sich „Haiders“, die Aktion „Drachengame“.
- 2018 „Schanzenfest“ in Emskirchen: Versammlungsverbot für 18.–21. August; am 20. August kommen rund 800 Leute, etwa 300 Platzverweise. 20. Oktober: Zweiter Versuch wird mit massivem Polizeiaufgebot verhindert. Im selben Jahr 45-minütige Doku im Ersten (2,6 Millionen Aufrufe).
- 2019 Die Bayerische Landeszentrale für Medien und Kommunikation stuft den YouNow-Livestream als Rundfunksendeanalogie ein; der Stream wird unterbunden. März 2019: Nach dem Anschlag in Utrecht benennt ein türkischer TV-Sender Winkler fälschlich als Täter.
- 2021 21. Oktober: Das Amtsgericht Neustadt an der Aisch verurteilt Winkler wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, übler Nachrede und Sachbeschädigung zu zwei Jahren. Oktober: Nach dem Anschlag in Kongsberg verbreiten Hater den Namen „Rainer Winklarson“; 50 Medien berichten. Winkler verkauft seine Immobilie an die Gemeinde Emskirchen.
- 2022 Februar: Auszug aus Altschauerberg. 23. März: Berufung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth – ein Jahr auf Bewahrung plus Geldstrafe; in zwei Körperverletzungs-Fällen freigesprochen. Mai: Revision der Staatsanwaltschaft wird zurückgelegt; falscher Notruf in einem Nürnberger Hotel. März: Abriss des Elternhauses unter Polizeischutz. August: YouTube löscht den Kanal (elf Jahre). Im Herbst: Podcast „Cui Bono: Wer hat Angst vorm Drachenlord?“ (Khesrau Behroz), Spiegel-Interview „Die sadistische Jagd auf den Drachenlord“, Reportagereihe „Endlevel Hass“ (Julia Ruhnau).
- 2023 Theodor-Wolff-Preis für „Endlevel Hass“. 24. März: Im SZ-Interview „Mein Wunsch wäre ein normales Leben“. Januar: Die „Bild“ widerruft ein gefälschtes Winkler-Interview.
- 2024 „Meddl Loide“ in einem offiziellen BKA-Video. August: Fälschungs-CDU-Wahlplakate in Sachsen („Er hat die Stärke, die es braucht“). Im Vogtland (Plauen) versammeln sich bis zu 35 Hater an seiner Unterkunft.
- 2025 Die FDP verwendet Audio aus dem Mammut-Video in einem TikTok-Wahlspot. August: „Schanzenfest“ erneut – bis zu 4.000 Personen an den Ortsgrenzen, Verletzte und Festnahmen. September: Die Gemeinde lässt die verbliebenen Gebäude auf dem ehemaligen Grundstück abreißen.
- 2026 August: Der nächste Schanzenfest-Versuch wird von der Polizei verhindert. Ende August: Dieser Blog beginnt.
Quellen
- Wikipedia (de): „Drachenlord“
- Süddeutsche Zeitung: „Zwei Jahre Haft für Drachenlord“ (21. Oktober 2021)
- Süddeutsche Zeitung: „Mein Wunsch wäre ein normales Leben“ (24. März 2023)
- Der Spiegel: „Die Belagerung des Drachenlords“ (21. August 2018)
- Der Spiegel: „Die sadistische Jagd auf den Drachenlord“ (4. November 2022)
- Tagesschau: „Kongsberg-Attentäter“ als „Rainer Winklarson“ benannt (2021)
- Bayerischer Rundfunk: „Umstrittener Drachenlord hat Altschauerberg verlassen“ (Februar 2022)
- Bayerischer Rundfunk: „Versuchtes Schanzenfest beim Drachenlord verhindert“ (11. August 2026)
- Julia Ruhnau: „Endlevel Hass“, Nürnberger Nachrichten (2022; Theodor-Wolff-Preis 2023)
- Sascha Lobo: Kolumne über den Drachenlord, Der Spiegel (2021)
- Khesrau Behroz: „Cui Bono: Wer hat Angst vorm Drachenlord?“ (Podcast, November 2022)
- Bayerische Landeszentrale für Medien und Kommunikation (BLM): Entscheidung zum YouNow-Stream (2019)
Bildnachweise
- drachenschanze.jpg – „Drachenschanze“, das 2022 abgerissene Elternhaus in Altschauerberg. CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (User: Bahnhofsralf).
- besuch.jpg – Besuch an der Drachenschanze. CC0, Julia Seeliger, via Wikimedia Commons.
- mettbroetchen.jpg – Mettbrötchen. CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
- wacken.jpg – Wacken Open Air 2022. CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
- emskirchen.jpg – Emskirchen von der Bahnbrücke. CC BY-SA 3.0, User: Kassandro, via Wikimedia Commons.
- neustadt.jpg – Neustadt an der Aisch. CC BY-SA 4.0, User: Vacatko56, via Wikimedia Commons.
Hinweis
Die Ich-Passagen stammen aus der Perspektive des Pseudonyms „Drachenlord“. Sachverhalte sind den oben genannten Quellen entnommen; emotionale Formulierungen und Wertungen sind persönliche Deutungen und keine dokumentierten Aussagen. Dieser Blog ist ein privates, journalistisch-anekdotisches Projekt. Er ersetzt keine Recherche – er ist eine davon.